Bayern-Chemie Gesellschaft für flugchemische Antriebe mbH

Beitrag BC zu Kapitel 6 des Wehrtechnischen Report „Militärische Luftfahrttechnologie“

Antriebstechnologien für Wirkmittel gegen Ziele am Boden

1. Einleitung
Antriebe haben die Aufgabe, den Flugkörper derart zum Ziel zu bringen, dass das Ziel erreicht wird und dort die anderen Komponenten, insbesondere Sucher und Wirkteil ihren Zweck optimal erfüllen können. Insofern gelten die grundsätzlichen Anmerkungen in Kapitel 1 des Beitrags „Antriebstechnologien für Wirkmittel gegen Ziele in der Luft“ hier ebenfalls.

 

2. Generelle Anforderungen an Antriebe für Flugkörper gegen Ziele am Boden
Auch hier fordern die Einsatzszenarien von den Flugkörperantrieben eine bestimmte Abfolge von Schubniveaus, genannt Schubprofile. Diese richten sich aus an:

  • den Zielen, insbesondere deren Art: Punkt-/Flächenziel, stationär/beweglich, weich/hart, kurz- oder längerfristig exponiert. Hinzu kommen spezifische Gegebenheiten wie ggf. die Lage in urbanem Gebiet oder die Forderung der Zielidentifikation mittels der Flugkörpersensoren durch den Bediener in unübersichtlichen Szenarien, die eine vorherige zuverlässige Zielaufklärung nicht zulassen. Kennzeichnendes Merkmal von Bodenzielen, zu denen aus Antriebssicht auch Schiffsziele zu rechnen sind, ist deren im Vergleich zum Flugkörper vernachlässigbar geringe Geschwindigkeit und Manövrierfähigkeit.
  • Der Verteidigung der Ziele: Bei hochwertigen Zielen ist in der Regel mit Verteidigungs- oder Täuschmaßnahmen zu rechnen. Häufig liegen Bodenziele innerhalb eines verteidigten Gebiets und die Notwendigkeit in dieses einzudringen verringert sich mit der Reichweite des Flugkörpers. Im Nahbereich richten sich die Verteidigungsmaßnahmen auch gegen den Flugkörper selbst. Hier müssen wir beachten, dass einzelne Punktziele wie Schiffe oder Radar- und Feuerstellungen besonders leicht zu verteidigen sind weil der Zielpunkt des angreifenden Flugkörpers bekannt ist. Während Täuschmaßnahmen die Antriebskonzeption weniger beeinflussen, erfordert die Überwindung von Verteidigungsmaßnahmen in der Regel Manöver. Sowohl ausweichende Bewegungen mit hoher Querbeschleunigung als auch die möglichst schnelle Durchdringung eines gegnerischen Wirkungsbereichs erfordern im Zielanflug hoch manövrierfähige, d.h. sehr schnelle oder stark beschleunigungsfähige Flugkörper, was das Antriebskonzept wesentlich beeinflusst..
  • Den Einsatzbedingungen, insbesondere der Entfernung zum Ziel und der für die Bekämpfung verfügbaren Zeitspanne: Kritisch sind hier kurzzeitig exponierte oder ortbare sowie bewegliche, so genannte „Zeitkritische Ziele“. Für deren Bekämpfung aus dem Abstand ist eine möglichst hohe mittlere Geschwindigkeit unabdingbar, während die Bekämpfung von Gebäuden mehr Zeit in Anspruch nehmen darf.

Während der Einfluss der Plattform nicht vom Einsatzzweck abhängt, kann die Befähigung zu flexiblen Einsatzprofilen gegen Ziele am Boden auch bedeuten, dass Such- oder Lauerphasen mit besonders geringer Geschwindigkeit gefordert sind. Auch solche Einsatzprofile werden durch Triebwerke mit regelbarem Schub ermöglicht.


3. Luftatmende Antriebe für FK gegen Ziele am Boden

Aktuell: Turbinenluftstrahlantriebe und Flüssigtreibstoff-Staustrahlantriebe
Turbinenluftstrahlantriebe sind wegen ihrer Treibstoffeffizienz besonders geeignet wenn große Strecken zurückzulegen sind und haben ihre Eignung und technologische Reife in mehreren Marschflugkörpern wie z. B. „Taurus“ nachgewiesen. Die im weiteren Sinne den Flugzeugen ähnlichen Flugeigenschaften verleihen eine große Freiheit bei der Wahl des Flugweges, insbesondere in Kombination mit geeigneten Navigationsverfahren wie beim Lenkflugkörper Taurus.

Die physikalisch bedingte mäßige Beschleunigungsfähigkeit spielt keine Rolle beim Start vom Flugzeug und kann beim Bodenstart mittels Feststoffraketen- oder zukünftig wesentlich geeigneter: Gelraketen-Starttriebwerken [1] kompensiert werden. Auch beim Start von der Schiene eines Flugzeugs ist eine Hochschubphase sinnvoll um einerseits einen sauberen Abgang des FK zu gewährleisten und andererseits den FK aus dem Manöverbereich des Flugzeugs zu bringen.

Nachteilig ist die fehlende Beschleunigungsfähigkeit beim Endanflug auf das Ziel, weil die geringe kinetische Energie aus der Unterschallgeschwindigkeit nur sehr begrenzte Manöver erlaubt und das Triebwerk den von starken Manövern erzeugten Widerstand nicht kompensieren kann; ganz abgesehen vom Risiko des Verlöschens („Flame-out) bei stark gestörter Einlaufströmung. Insofern sind FK mit Turbinenluftstrahlantrieb Verteidigungsmaßnahmen vergleichsweise lange ausgesetzt und verfügen nur über begrenztes Ausweichpotential.

Während von den westlichen Streitkräften nur Frankreich einen Marschflugkörper mit Flüssigstaustrahl-Antrieb einsetzt, existieren verschiedene Flugkörper in Russland (Yakhont, Krypton), Indien (Brahmos) und vermutlich auch China, meist für den Einsatz gegen Schiffe. Das „Flame-out“-Risiko schränkt die Manövrierfähigkeit von Flüssigtreibstoff-Staustrahlantrieben stark ein; gegenüber Flugkörpern mit Turbinenluftstrahlantrieb können sie in der allerletzten Phase allerdings von ihrer kinetischen Energie zehren.

Zukünftig: Feststoff-Staustrahlantriebe für FK gegen Ziele am Boden
In Kapitel 4 des Beitrags „Antriebstechnologien für Wirkmittel gegen Ziele in der Luft“ wird der im Vorhaben „Meteor“ erreichte Stand der Feststoff-Staustrahltechnologie skizziert.

Aufbauend auf dem hier erzielten Stand können Antriebe für Luft-Boden/Schiff – Flugkörper konzipiert werden, die eine überlegene Kombination aus Reichweite/Abstandsfähigkeit und mittlerer Geschwindigkeit bieten. Hinzu kommt die sehr hohe Geschwindigkeit im Zielanflug, die die für Entdeckung und Gegenmaßnahmen zur Verfügung stehende Zeitspanne außerordentlich vermindert und zugleich sehr viel kinetische Energie für harte Ausweichmanöver bereit hält. Die Regelbarkeit des Antriebs erlaubt gleichermaßen treibstoffsparenden, schnellen Marschflug in großer Höhe (über 20 km) und Zielanflüge dicht über dem Geländeprofil oder Meeresspiegel. Sehr günstig vergrößert die hohe Geschwindigkeit auch die Eindringtiefe von Penetrator-Gefechtsköpfen.

Weil der Einsatz gegen Boden- und Schiffsziele größere Gefechtsköpfe verlangt als der Einsatz gegen Ziele in der Luft wird auch das Antriebssystem größer sein als das von Meteor. Während die Funktionalitäten von Meteor weitgehend übernommen werden können, wird es sinnvoll sein, die Details der Auslegung an die spezifischen Anforderungen anzupassen. Bild 1 zeigt ein Beispiel eines Flugkörpers mit Feststoff-Stauantrieb [2].

Aus Sicht der Gesamtkonfiguration und des Antriebs ist diese Auslegung ohne Einschränkung mehrrollenfähig in dem Sinne, dass, solange die Flugmachzahl größer als zwei ist, sowohl in Boden-/Meeresniveau wie in Höhen > 20 km, geradeaus wie auch mit harten Manövern geflogen werden kann. Insofern ist das Konzept zur Bekämpfung von Bodenzielen jeder Art, Schiffen, Radarstationen und zeitkritischen Zielen geeignet. Auch Kursänderungen oder die Zuweisung eines neuen Zieles sind möglich. Bei beweglichen Zielen ist wegen der hohen FK-Marschgeschwindigkeit von typischerweise Ma = 2,5 – 3,5 deren Verlagerung während der Dauer des Fluges gering.

Auch solch ein Flugkörper kann mittels eines abwerfbaren zusätzlichen Feststoffboosters grundsätzlich vom Boden oder Schiff aus gestartet werden; es gelten dieselben Zusammenhänge hinsichtlich Bewahrung der Reichweite und der Möglichkeit, den Flugkörper zu entfeinern wie in Kapitel 4 des Beitrags „Antriebstechnologien für Wirkmittel gegen Ziele in der Luft“. Bild 2 zeigt anschaulich einige Einsatzszenarien.

Längerfristig könnte auch das in Kapitel 4, Bild 3 des Beitrags „Antriebstechnologien für Wirkmittel gegen Ziele in der Luft“ vorgestellte Flugkörperkonzept gegen stark verteidigte oder zeitkritische Boden- oder Schiffsziele eingesetzt werden.

Festzuhalten bleibt, dass der Feststoffstaustrahlantrieb Flugkörpern gegen Ziele am Boden in idealer Weise hohe Abstandsfähigkeit, hohe Durchdringungsfähigkeit und die Befähigung zum Angriff gegen zeitkritische Ziele verleiht.

 

4. Raketenantriebe für FK gegen Ziele am Boden

Aktuell: Feststoffraketen
Flugkörper mit Feststoffraketen haben nur eine begrenzte Reichweite aus zwei Gründen:

  • Der im Vergleich zu luftatmenden Triebwerken geringeren Treibstoffeffizienz
  • Der Bauweise von Marschtriebwerken. Weil der feste Brennstoff von der Oberfläche her abbrennt, ist die Brenndauer proportional der Einbrenndicke des Treibsatzes und umgekehrt proportional von dessen Brenngeschwindigkeit. Mittels Stirnbrenner-Treibsätzen wären prinzipiell auch Brennzeiten von mehreren Minuten realisierbar, wenn die Länge des Treibsatzes nicht durch Bauweisen und Materialeigenschaften begrenzt würde und auch der Thermalhaushalt nicht zu beachten wäre. Die praktische Höchstbrenndauer liegt deshalb im Bereich von grob einer Minute, mit entsprechenden Konsequenzen für die Reichweite.

Gängige Optimierungsregeln führten bei den meisten Luft-Boden Flugkörpern zu Lösungen mit getrennten Boost- und Marschtriebwerken, wie z. B. auch beim Seeziel-FK Kormoran. Eine verbundene Lösung wurde bei Bayern-Chemie für den Anti-Radar-FK ALARM realisiert.

Bei Flugkörpern, die aus kurzer Entfernung zum Ziel abgeschossen werden, wird in der Regel ein Hochschubmotor verwendet, der den Flugkörper schnell auf eine hohe Geschwindigkeit beschleunigt und ins Ziel bringt.

Zukünftige Anwendungen des Doppel- oder Mehrfachpulsantriebs
Der Vorteil des Doppelpulsantriebs: Erhöhung der FK-Geschwindigkeit im Endanflug ist bei der Bekämpfung von Zielen am Boden ebenso nützlich wie bei der Wirkung gegen Ziele in der Luft (s. Kapitel 5 des Beitrags „Antriebstechnologien für Wirkmittel gegen Ziele in der Luft“). Auslöser sind hier allerdings nicht die vernachlässigbaren Manöver des Ziels, sondern

  • Die Verbesserung der Durchdringungsfähigkeit gegenüber Abwehrmaßnahmen verteidigter Ziele durch Verkürzung der für Abwehrmaßnahmen verfügbaren Zeitspanne und die Befähigung zu starken Manövern
  • Die Erreichung der für die Wirkung eines Penetrator-Gefechtskopfs erforderlichen Geschwindigkeit
    Abhängig vom geforderten Geschwindigkeitsprofil und dem Fluggeschwindigkeitsbereich der Plattform (Flächenflugzeug oder Helikopter) kann der Erstpulsmotor als Ausstoßtriebwerk, als Boost-Triebwerk oder als Boost-Marsch-Triebwerk ausgeführt werden. Die Verteilung des Gesamtimpulses und die Anzahl der Pulse (mit einer voraussichtlich sinnvollen Obergrenze von 3 bis 4) kann wiederum in sehr weiten Bereichen an die Systemforderungen angepasst werden.

Dem im Beitrag „Antriebstechnologien für Wirkmittel gegen Ziele in der Luft“ vorgestellten FK LFK-NG verleiht der Doppelpulsmotor auch eine gute Wirksamkeit gegen nicht allzu stark gepanzerte Bodenziele.

Zukünftige Anwendungen des Raketenantriebs mit vergelten Treibstoffen
Antriebe mit vergelten Treibstoffen vereinen die Vorteile von Flüssigtreibstoff-Raketen: Regelbarkeit und Feststoff-Raketen: einfache Handhabung, Wartungsfreiheit und sofortige Einsatzfähigkeit mit gegenüber beiden Systemen besseren Insensitivität [3], weil Gel-Treibstoff bei Leckagen und Perforation des Tanks nicht ausläuft und einen gegenüber Flüssigkeiten viel geringeren Dampfdruck aufweist.
Im Rahmen des Nationalen Gel-Programms [4] wurde bei Bayern-Chemie [5] ein Einstoff-Gel-Antriebssystem entwickelt (Bild 3 zeigt eine Prinzipskizze, Bild 4 einen Prüfstandsabbrand), das 2009 mittels eines Flugversuchs erprobt werden wird und neben den oben genannten weitere günstige Eigenschaften aufweist:

  • Sehr gute Insensitivitätseigenschaften: Versuche im Labormaßstab ergaben keine Reaktion bei Treibstoffbrand und langsamer Erwärmung.
  • Sehr stabile Verbrennung und Regelungsverhalten.
  • Sehr geringe Emission und Rauchentwicklung des Gasstrahls.
  • Vergleichsweise umweltfreundlicher Treibstoff und Gase.
  • Sehr gute Herstellbarkeit, Handhabung, Transport- und Lagerfähigkeit.
  • Die Möglichkeit, mittels eines Einpuls-Feststoff-Gasgenerators verschiedenste Schubprofile innerhalb eines gegebenen Zeitrahmens darstellen zu können
  • Der spezifische Impuls ist höher als der von ebenfalls rauchfreien Doppelbasigen Festtreibstoffen.

Bei Luft-Boden Flugkörpern stehet die volumetrische oder massebezogene Leistungsdichte nicht in gleichem Maße im Vordergrund wie bei Boden-Luft-Anwendungen. Dafür sind häufig Schubregelbarkeit und evtl. auch Insensitivität wichtiger. Ein besonderer Vorteil von Gel-Antrieben ist der einfacher zu gestaltende Thermalhaushalt bei lange brennenden Marschtriebwerken sowie die Regelbarkeit. Diese erlaubt z. B. abhängig von der Fluggeschwindigkeit der Plattform (Helikopter oder Kampfflugzeug) eine längere oder kürzere Anfangsbeschleunigungsphase; bei höherer Absetzgeschwindigkeit verbleibt dann entsprechend mehr Treibstoff für die Marschphase, was die Reichweite proportional erhöht. Ebenso kann zur Verbesserung der Durchdringungsfähigkeit oder zur Beschleunigung eines Penetrator-Gefechtskopfs eine Endschubphase geschaltet werden, die an der Reichweitengrenze notwendigerweise bescheiden, bei kürzeren Distanzen dafür umso stärker ausfallen kann. Kurz: Plattform- und missionsabhängig kann der verfügbare Treibstoff frei zwischen der Marschflugphase und den jeweiligen Boostphasen verteilt werden, was die Flexibilität im Einsatz wesentlich erhöht. Grundsätzlich können dieselben Flugkörper von fliegenden Plattformen und vom Boden aus gestartet werden.
Je nach Systemanforderungen sind neben reinen Gel-Raketenantrieben auch Versionen mit Feststoffboostern und Gelraketen-Marschtriebwerk möglich und sinnvoll.


5. Zusammenfassung
Neben den Feststoffraketen- und Turbinenluftstrahl-Antrieben, die gegenwärtig Flugkörper gegen Ziele am Boden antreiben, steht unmittelbar der im Rahmen der Meteor-Entwicklung zur Reife gebrachten Feststoff-Staustrahlantrieb zur Verfügung. Auch die Entwicklung des Gelraketenantriebs macht gute Fortschritte und bei nicht allzu leistungsgetriebenen Anwendungen ist die Einsatzreife fast erreicht [1].
Bei sehr großen Reichweiten werden bis auf weiteres Turbinen-Luftstrahltriebwerke, in Sonderfällen Flüssigtreibstoff-Staustrahlantriebe eingesetzt werden. Feststoff-Staustrahlantriebe bieten schon jetzt eine optimale Kombination aus Reichweite, Geschwindigkeit und Manövrierfähigkeit. Während Feststoffraketenantriebe bei kürzeren Reichweiten überlegene Beschleunigungsfähigkeit mit kompakter Bauweise verbinden, werden Gelraketen-Antriebe mit neuen Möglichkeiten der missionsangepassten Schubregelung auch neue Flugkörper- und Wirkkonzepte ermöglichen.

1 K. W. Naumann, R. Stierle, J. Ramsel, K. Schmid
“Recent Developments on Rockets with Gelled Propellants for Naval Applications”, 3rd Annual MAST Conference, Cadiz, E, 12. – 14.11.2008

2 H.-L. Besser, H.-L. Weinreich, G. Kurth; „Fit for Mission – Design Tailoring Aspects of Throttleable Ducted Rockets Propulsion Systems”, AIAA-2008-xxxx,

3 K. W. Naumann, R. Stierle, J. Ramsel, K. Schmid
“Rockets with Gelled Propellants for Naval Applications”, 2nd Annual MAST Conference, Genova, I, 14. – 16.11.2007

4 Ciezki H.K., Hürttlen J., Madlener K., Naumann K.W., Radloff R., Stierle R., Weiser V. „Das Deutsche Nationale Gel-Technologieprogramm“, Deutscher Luft- und Raumfahrt-kongress, Darmstadt, D, 23-25.09.2008

5 R. Stierle, J. Ramsel, K. Schmid, K. W. Naumann
“Das Gel-Triebwerk der Bayern-Chemie“, Deutscher Luft- und Raumfahrtkongress, Darmstadt, D Darmstadt, D, 22.-25.9.2008